Tempel, Kunst und gutes Essen in George Town/Malaysia

Nach einer dreistündigen Fährfahrt haben wir am Nachmittag in George Town auf der malaysischen Insel Penang angelegt. Es hat eine Weile gedauert, bis wir mit der Stadt warm geworden sind, aber dann wurde es Tag für Tag besser. Am Ende unserer fünf Tage in George Town wollten wir gar nicht mehr abreisen. Insbesondere die Straßenkunst, das gute Essen und die besondere Architektur machen George Town so charmant. Man kann stundenlang durch die Straßen schlendern und entdeckt an jeder Hauswand ein kleines Kunstwerk.

Aber nicht nur George Towns Straßenkunst ist so charmant und lädt zum Bummeln ein. Auch zahlreiche koloniale Häuser und religiöse Gebäude aller Glaubensrichtungen bestimmen das Bild der Stadt. Aufgrund dieser Vielfalt und Altstadt wird George Town seit 2008 auf der Liste der Weltkulturerbe der UNESCO geführt.

Auch hier in George Town haben wir wieder unglaublich nette Menschen kennengelernt. Wie der Zufall so wollte, haben wir ein Pärchen aus Penang kennengelernt, das so nett war und uns die Stadt gezeigt, zum Essen eingeladen und ein sehr gastfreundliches, herzliches Bild von George Towns Einwohnern gezeichnet hat. Zum Abschluss dieses Beitrags noch ein paar Aufnahmen von uns drei aus George Town. Beim Frisör hat Edu sich verwöhnen lassen. Eva hat fleißig sitzen geübt und wie immer zahlreiche liebe Menschen kennen gelernt.

Dauer: 31. Oktober bis 5. November 2015, Hotel: Chulia Mansion

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Beikost in Südostasien

Ein mulmiges Gefühl hatte ich bezüglich des Themas Beikost vor der Reise. Eva würde ihre erste Nahrung nach der Muttermilch während unserer Reise zu sich nehmen und selber kochen geht im Hotel eher schlecht. Werde ich also während des Urlaubs Nahrung für mein Baby finden? Gibt es dort Brei? Was essen Babys in Südostasien? Gibt es Gläschen zu kaufen? Die gute Nachricht zu erst: Euer Baby wird dort nicht verhungern 🙂 Schließlich werden Babys in Südostasien auch beigefüttert, wenn auch machmal anders als bei uns in Deutschland. Wenn man sich teilweise von deutschen Ernährungsempfehlungen und Normen verabschiedet und das Thema Beikost flexibel und offen angeht, hat man hier kein Problem.

Frisch gekochter Brei

Zu Beginn unserer Reise wurde Eva noch voll gestillt. Vor Ort haben wir zunächst damit begonnen, einen Mittagsbrei anzubieten. Wir haben uns in der Regel in unserem Hotel den Mittagsbrei frisch zubereiten lassen oder wenn möglich selbst gekocht. Traditionell wird der Brei in Südostasien aus Reis zubereitet. Zur Anreicherung des Breies mit Fetten hatte ich zudem eine kleine Flasche Olivenöl dabei, was ich sehr wichtig fand, denn meiner Erfahrung nach wurden die Breie hier nie mit Öl oder Fett zubereitet. Anfangs wurde der Reisbrei von Eva noch kritisch beäugt, dann aber ziemlich schnell für gut empfunden.

Reisbrei???

Reisbrei???

Leeeeeeeeeeeecker!!!!!

Leeeeeeeeeeeecker!!!!!

Wichtig war es zu sagen, dass der Brei salzfrei sein soll, denn das ist nicht selbstverständlich und wurde trotz unserer verbalen Bitte leider nicht immer umgesetzt. Einmal wurde uns in einem Hotel  kreativer Weise statt Salz Zucker in den Kartoffelbrei gemischt. Als wir dann am gleichen Tag als Ersatz in einem Restaurant salzfreien Reis-Hühner-Brei bestellt hatten, wurde uns dieser gesalzen zubereitet. Wir hatten also die Wahl zwischen stark gesüßtem Kartoffelbrei oder gesalzenem Reis-Hühner-Brei und haben uns für letzteres entschieden. Eva hat es so oder so geschmeckt.

Zur Zubereitung eines Getreidebreis für morgens und/oder abends hatte ich den Koffer voll mit Getreide- und Schmelzflocken gepackt. Den Getreidebrei habe ich mit Obst angereichert, wobei sich Banane am besten matschen lässt und immer überall erhältlich ist. Wichtig ist, dass die Flocken notfalls auch mit kaltem Wasser zuzubereiten sind, da man nicht immer heißes Wasser hat. Wer auf das Schleppen der Flocken verzichten will, kann auch Reisbrei mit Banane mischen. In größeren Städten kann man auch Getreidebrei von Nestle oder Instant-Haferflocken kaufen.

Haferbrei mit Banane macht glücklich!

Haferbrei mit Banane macht glücklich!

Meist gab es auf unseren Zimmern ein Wasserkocher. Dieser war sehr hilfreich, um den Gemüsebrei im Waschbecken im Wasserbad aufzuwärmen oder um den Getreidebrei zuzubereiten. Ab und zu hatten wir auf unserer Reise Unterkünfte, in denen man selber kochen konnte. Diese habe ich immer sehr geschätzt, da man dort die Zubereitung selber in die Hand nehmen konnte.

Gläschen

Die Auswahl an Gläschen in Südostasien ist sehr begrenzt. Meist wurden diese von der Marke Heinz aus Australien importiert, sind relativ teuer und nur in großen Supermärkten verfügbar. 7-Eleven oder andere kleine Läden führen keine Gläschen. Ein Glas kostet in der Regel ein bis zwei Euro wohingegen ein frisch zubereiteter Brei im Restaurant oder Hotel meist für 50 Cent oder weniger zu erhalten ist. Wer also sein Baby mit Gläschen füttern will, sollte diese entweder aus Deutschland mitbringen oder sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit vor Ort in rauen Mengen eindecken. Meist hatte ich ein Notfall-Gläschen dabei, habe diese aber so gut wie nie benutzt.

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Gläschenauswahl im Großhandel

Breifreies Fingerfood

Nicht immer kann man auf einer Reise Brei zubereiten und manchmal benötigt man einfach nur einen Snack für Zwischendurch. Neben zahlreichen Obstsorten, kann man einfach Banane oder Avocado direkt aus der Schale füttern. Ich hatte aus Deutschland mehrere Packungen ungesalzene Mais- und Reiswaffeln mitgebracht. Ein toller Snack für Zwischendurch, der garantiert weder matscht noch kleckert. Gezuckerte Babykekse können alterativ auch in Südostasien erworben werden.

Banane und Maiswaffel als Zwischenmahlzeit

Banane und Maiswaffel als Zwischenmahlzeit

Unsere Beikost-Packliste

Die folgenden Dinge hatten wir aus Deutschland mitgebracht und haben sich bewährt:

  • 2 Plastiklöffel zum Füttern
  • 4 Lätzchen
  • Je 1 Taschenmesser, Gabel und Löffel, um auch mal selber was zubereiten oder zerquetschen zu können
  • 1 Dose zum Anrühren und Transportieren von Brei
  • 1 Dose zum Aufbewahren der angebrochenen Packung Getreideflocken
  • Jede Menge Getreide- und Schmelzflocken für den Abend- und Morgenbrei oder auch mal für mittags, wenn nichts anderes verfügbar war
  • Salzfreie Mais- und Reiswaffeln als kleckerfreie, gesunde Zwischenmahlzeit
  • Olivenöl zur Anreicherung der Breie mit Fett
  • 1 Trinkflasche für Wasser

Beikostimpressionen

Selbstgemachter Süßkartoffelbrei

Selbstgemachter Süßkartoffelbrei aus lila Süßkartoffeln (macht schöne Flecken)

Im Food-Court aufgewärmter Kartoffel-Möhren-Brei

Im Food-Court aufgewärmter, vom Hotel zubereiteter Kartoffel-Möhren-Brei

Endlich Routine auf Langkawi/Malaysia (Woche 2/2)

Voll entspannt starten wir in unsere zweite Woche auf der Insel Langkawi. Der Haze/Smog hat sich verzogen und wir können die Insel weiter erkunden. Lip, der Besitzer unserer Unterkunft auf Langkawi, hat uns auf einem Spaziergang durch den Dschungel geführt und jede Menge über die heimische Flora und Fauna erklärt. Schön da, nur zu viele Moskitos!

Lib, der Hobbygärtner

Lip, der begeisterte Hobbygärtner

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Tief im Wald

Am Tag darauf haben wir uns ein günstiges, aber recht schrottiges Auto gemietet. In der ehemaligen britischen Kolonie Malaysia gibt es Linksverkehr, was mit so einer Gurke echt ne Herausforderung ist. Zum Glück ist der Verkehr auf der Insel überschaubar und es ist nicht so aufgefallen, wenn wir mit gerade mal 30 km/h vor uns hin getuckert sind.

Inselerkundung im Luxusvierrad

Inselerkundung im Luxusvierrad

Absolutes Tageshighlight war die Tour mit der Seilbahn, die einen fantastischen Ausblick über das Cincang-Gebirge bietet. Das Gebirge zählt zu den ältesten Malaysias und bietet einen beeindruckenden Kontrast zu Langkawis Sandstränden. Die  Seilbahn selber verläuft über eine zwei Kilometer lange Strecke und ist eine der steilsten der Welt. Nichts für jemanden mit Höhenangst!

Später ging es dann noch zum Black-Sand-Beach, der vereinzelt (Überraschung!)schwarzen Sand hat. Den Sand sieht man auf den Bildern aber nicht, weil er wirklich nur sehr vereinzelt an einigen Stellen zu sehen war…

In der Seilbahn

In der Seilbahn

Ausblick auf das Cincang-Gebirge

Ausblick auf das Cincang-Gebirge

In schwindelerregender Höhe gleitet man über das Cincang-Gebirge

In schwindelerregender Höhe blickt man auf die Küste

Eva-Superstar hat sich wie immer gut in Szene gesetzt

Eva-Superstar hat sich wie immer gut in Szene gesetzt

Am Black-Sand-Beach

Am Black-Sand-Beach

Eva gefällt es am Black-Sand-Beach

Eva gefällt es am Black-Sand-Beach

Sand unter den Füßen

Sand unter den Füßen

Und weil Ausflüge so schön sind, ging es am nächsten Tag direkt weiter mit einer Tour durch den Mangrovenwald. Was für ein Zufall, dass wir Claudia, die neue Besitzerin von Dev’s Adventure Tours (Nummer 2 von allen Ausflügen auf Langkawi in Tripadvisor), bei uns im Cactus Inn kennen gelernt haben und sie uns zu dieser beeindruckenden Tour eingeladen hat. Umso besser kam es dann noch, als sich herausstellte, dass wir die einzigen an dem Tag waren, die die Tour gebucht hatten und dadurch den Tag alleine mit unserem Guide verbringen durften. Danke auch nochmal an dieser Stelle an Claudia für diesen besonderen Tag! Die Tour ging per Boot zunächst durch einen wunderschönen Mangrovenwald, wo wir in einer Höhle voller Fledermäuse Halt gemacht haben. 2007 wurde Langkawi aufgrund der natürlichen Schönheit, ökologischen Harmonie und archäologischen, geologischen und kulturellen Bedeutung von der Unesco offiziell zum Geopark erklärt. Dieser Geopark und insbesondere der Mangrovenwald hat Langkawi im Jahr 2004 vor dem Tsunami geschützt. Nach der Fahrt durch den Wald ging es weiter aufs offene Meer an einen verlassenen Strand, von dem man bis nach Thailand blicken konnte. Zum Abschluss haben wir eine Fischfarm besucht.

Im Boot erkunden wir die Landschaft

Im Boot erkunden wir die Landschaft

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Eine schrecklich nette Familie

Groteske Wurzeln im Mangrovenwald

Groteske Wurzeln im Mangrovenwald

Fledermaushöhle

Fledermaushöhle

Mit unserem reizenden Guide

Mit unserem reizenden Guide

Fischerhütten

Fischerhütten

Einen Absatz in diesem Bericht möchte ich dem Cactus Inn, unserer Unterkunft, und seiner Belegschaft widmen. Man hatte das Gefühl, eine zweite Familie gefunden zu haben. Lip (Teilhaber des Cactus Inn) und seine Frau Liew haben bei einem Frühstück ihre besten Lebensmittel mit uns geteilt, die man nur im viele Stunden entfernten Kuala Lumpur erhält; die Mitarbeiterinnen des Restaurants haben uns Eva immer abgenommen und mit ihr gespielt, so dass wir in Ruhe essen konnten; Muni vom Empfang hat Eva Kleidchen und Anti-Moskito-Sticker geschenkt, obwohl der Durchschnittslohn für ihre Tätigkeit bei gerade mal 300 € im Monat liegt und sie selber zwei Kinder zu versorgen hat. Einfach unglaublich! In Sachen Gastfreundschaft können wir im reichen Deutschland uns echt ne Scheibe abschneiden.

Frühstück mit Liew und Lip

Frühstück mit Liew und Lip

Eva spielt und wir können in Ruhe essen

Eva spielt und wir können in Ruhe essen

Eva und ihr Freund Captain

Eva und ihr Freund Captain

Abschiedsbild mit dem Cactus-Inn-Team

Abschiedsbild mit dem Cactus-Inn-Team

Als kleines Dankeschön haben Edu und ich an unserem letzten Abend für das Cactus-Inn-Team gekocht. Es gab spanische Tortilla, deutsche Frikadellen und Haferkekse. Allein das besorgen der für malaysische Verhältnisse „exotischen“ Zutaten hat Stunden gedauert. Und auch das Kochen in einer asiatischen Restaurantküche bringt besondere Herausforderungen mit sich, wenn man erst mal erklären muss, dass Frikadellen nicht im Wok zubereitet werden 🙂 Am Ende hat es dann aber doch funktioniert und allen geschmeckt. Schweren Herzens verlassen wir Langkawi nach 14 Tagen und versprechen, ganz bald wiederzukommen.

Frikadellen formen...

Frikadellen formen…

...und Eier quirlen für unser spanisch-deutsches Abendessen

…und Eier quirlen für unser spanisch-deutsches Abendessen

Dauer: 17. Oktober bis 31. Oktober 2015, Hotel: Cactus Inn

Endlich Routine auf Langkawi/Malaysia (Woche 1/2)

Oh Langkawi – mein zweites mal hier war mindestens genau so schön wie bereits vor ein paar Jahren. Grün, chillig, freundlich, tolerant, ruhig und einfach zum Entspannen ist diese Insel im Norden Malaysias, von der aus man bereits Thailand sehen kann. Ursprünglich wollten wir eine Woche hier verbringen, aber schon kurz nach unserer Ankunft war uns klar, dass wir länger bleiben werden. Unser Bedürfnis nach entspannender Routine nach so vielen abwechslungsreichen und intensiven Wochen sollte auf Langkawi mehr als gestillt werden.

Auch Eva konnte auf Langkawi richtig gut entspannen :)

Auch Eva konnte auf Langkawi richtig gut entspannen 🙂

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Kleiner Snack am Nachmittag auf unserer Terrasse

All unsere Tage auf Langkawi verliefen angenehm unspektakulär. Dreh- und Angelpunkt unseres Aufenthalts war das Cacutus-Inn, das sich dank seiner Belegschaft wie eine kleine Ersatzfamilie angefühlt hat. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Cactus-Restaurant haben wir in der Regel einen kleinen Ausflug gemacht oder unerlaubterweise den Pool im Hotel gegenüber genutzt. Nachdem Eva wie immer gegen 19 Uhr eingeschlafen ist, haben wir Eltern zusammen mit dem Babyphone den Abend im Cactus-Restaurant verbracht, einem Inseltreffpunkt, den wir (insbesondere Edu) meist nie vor Mitternacht verlassen haben.

Das Cactus-Restaurant war so freundlich und hat uns täglich für Eva frischen Brei zubereitet – natürlich Reisbrei hier in Asien 🙂 Nachdem Eva in ihrem kurzen Leben an fester Nahrung bisher nur Möhre und Kartoffel zu sich genommen hat, war dies also Geschmack Nummer drei, der zunächst skeptisch beäugt, dann aber als sehr, sehr lecker bewertet wurde.

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Leeeeeeeeecker!

An einem Tag in unserer ersten Woche auf Langkawi sind wir mit dem Mietwagen zum 7-Wells-Wasserfall gefahren. Das dort fließende Süßwasser war angenehm erfrischend in der tropischen Hitze. Im Anschluss ging es zu einem Nachtmarkt, wo wir uns mit lokalen Leckereien den Magen voll gestopft haben.

Am 7-Wells-Wasserfall

Am 7-Wells-Wasserfall

Schlafen kann man überall - auch an Wasserfällen. Hauptsache, man ist auf Mamas Arm!

Schlafen kann man überall – auch an Wasserfällen. Hauptsache, man ist auf Mamas Arm!

Leider gab es an zwei Tagen unserer ersten Woche starken Haze bzw. Smog, der durch Waldbrände in Indonesien verursacht wurde. Da die Luftverschmutzung insbesondere für kleine Babylungen gefährlich ist, haben wir diese beiden Tage im Zimmer verbringen müssen. Um für ein bisschen Abwechslung zu sorgen, haben wir einen Nachmittag die Underwater-World besucht. Da fährt man also ins tropische Südostasien ans andere Ende der Welt, um dort antarktische Pinguine zu sehen… Naja, Spaß gemacht es trotz aller ökologischen und tierschutzrechtlichen Bedenken und so viel alternative babyfreundliche Indoorangebote gibt es leider auch nicht auf Langkawi.

Familienfoto in Underwater-World

Familienfoto in Underwater-World

Wer blinzelt zuerst - Eva oder der Pinguin?

Wer blinzelt zuerst – Eva oder der Pinguin?

So viel also zu unserer ersten Woche auf Langkawi. Bald kommt mein Beitrag zur zweiten Woche. Außerdem möchte ich mich bei einer meiner jüngsten Leserinnen Luise (2,5 Jahre alt) für ihr Feedback bedanken, dass ich mehr Bilder von Eva in den Blog einbauen soll. Dem bin ich stolze Mama nur zu gerne nachgekommen 🙂 Weiteres Feedback auch von anderen Leserinnen und Lesern in Form von Kommentaren ist ausdrücklich erwünscht 🙂

Dauer: 17. Oktober bis 31. Oktober 2015, Hotel: Cactus Inn

Von Metropole zu Metropole: Auf nach Singapur!

Eeeeeeeeeeeeeeeendlich war es soweit! Unser viermonatiges Abenteuer hat begonnen und wir sind nach Singapur aufgebrochen! Nach einem Zwischenstopp in London ging es über Nacht mit British Airways nach Singapur. Mit Hilfe des Baby-Baisonettes hat Eva fast den ganzen Flug über geschlafen, was sehr sehr angenehm für uns war. Nur bei einer kleinen Turbulenz mussten wir Eva aus ihrem Bettchen holen.

Am Flughafen in Madrid

Am Flughafen in Madrid

Flug 2

Am besten schläft es sich beim Fliegen auf Papas Schoß

Gegen 17:00 Uhr Ortszeit sind wir gelandet. Schon beim Verlassen des Fliegers schlägt einem die Hitze und Luftfeuchtigkeit ins Gesicht. Genau das, was wir wollen 🙂 Nach der Landung ging es schnell ins Hotel und ab zum nächsten Food Court. Food Courts sind typisch für Singapur und die beste Gelegenheit, um die lokale Küche zu probieren. Die Verständigung mit der Verkäuferin, die leider kein Englisch sprach, hat mit Hand und Füßen irgendwie geklappt. Auch wenn wir nicht von allem auf unserem Teller wissen, was es war – geschmeckt hat es sehr gut.

Zertifikat

Zertifikat „A“ – hygienisch exzellent

Man kann sich ein Food Court als eine überdachte Ansammlung verschiedener Imbissbuden vorstellen, die sich um einen mit Tischen und Stühlen ausgestatteten Platz anordnen. Ein toller Vorteil an Singapur ist, dass Restaurants und Straßenimbisse nach Hygienestandards überprüft werden. Dabei werden die Noten A bis D vergeben. Alle Restaurants mit den Noten A oder B können bedenkenlos besucht werden.

Erschöpft und glücklich beim Abendessen nach dem langen Flug

Erschöpft und glücklich beim Abendessen nach dem langen Flug

Danach ging es schnurstracks ab ins Bett. Unser Hotel ist sehr einfach, zum Glück sauber und liegt mitten im Rotlichtbezirk Singapurs. Leider war bei den Hotelpreisen in Singapur nicht mehr drin… Nachdem die Nacht im Flieger schon nicht sehr geruhsam war, war auch die erste Nacht in Singapur leider noch anstrengend. Eva hatte Zahnschmerzen und es hat eine Weile gedauert, bis das betäubende Zahngel geholfen hat und sie endlich eingeschlafen ist. Nachdem auch wir Eltern unseren Jetlag bekämpft hatten, haben wir zum Glück einige kurze Stunden Schlaf gefunden.

Am nächsten Morgen ging es dann nach Chinatown – ein touristisches und buntes Viertel Singapurs. Dort sind wir durch die Straßen geschlendert und haben das religiöse Treiben im Buddha Tooth Relic Temple verfolgt. Außerdem hat Edu die erste frische Kokosnuss in seinem Leben probiert und es sollte bestimmt nicht sein letzte werden 🙂

Welcome to Chinatown

Welcome to Chinatown

Buddha Tooth Relic Temple

Im Buddha Tooth Relic Temple

Kokosnuss zum Tagesabschluss

Kokosnuss zum Tagesabschluss

Nach unserem Tagesausflug am Vortag nach China (zumindest gefühlt sind wir in China gewesen), ging es am nächsten Tag in Singapur nach little India. Little India wirkte auf mich authentischer als Chinatown und hat mir noch besser gefallen. Wie bereits am Vortag haben wir das bunte Treiben bei einem ausgedehnten Spaziergang auf uns wirken lassen. Wir haben den Sri Veeramakaliamman Temple besucht und für Eva ein zuckersüßes indisches Outfit erworben.

Welcome to Little India

Welcome to Little India

Im

Im Sri Veeramakaliamman Temple

 

Indische Shopping Queen

Indische Shopping Queen

Insbesondere kulinarisch sind wir an diesem Tag auf unsere Kosten gekommen. Das indische Essen dort war soooooo gut, wie ich es in Deutschland noch nie erlebt habe. Sowohl beim Mittag- als auch beim Abendessen waren wir glaube ich immer die einzigen, die ihr Essen mit Messer und Gabel gegessen haben. Alle anderen um uns herum haben ihr Essen ganz traditionell mit der rechten Hand zu sich genommen.

Mittagessen im Food Court

Mittagessen im Food Court

Abendessen im vegetarischen Restaurant

Abendessen im vegetarischen Restaurant

Leider, leider war das schon unser letzter Tag in Singapur, dabei gab es noch so viel zu sehen. Schade, dass Singapur für unser Reisebudget leider etwas zu teuer ist. Glücklicherweise werden wir aber Singapur nochmal besuchen, da hier auch unser Rückflug wieder startet. Nach Singapur ging es dann ab nach Malaysia. Darüber erfahrt ihr dann mehr in meinem nächsten Beitrag.

Dauer: 14.Oktober bis 17. Oktober 2015, Hotel: Chang Ziang Hotel

Letzter Halt in Spanien – Madrid

Nach zwei Wochen am Meer in Andalusien sind wir mit dem Zug ins spanische Binnenland nach Madrid gefahren. Der Zug ist mit Abstand mein Lieblingsverkehrsmittel. Man kann das Baby jederzeit wickeln und stillen, kann sich die Beine vertreten und hat meist ausreichend Platz.

Nach einer kurzweiligen, vierstündige Reise sind wir in unserer Ferienwohnung angekommen. Edu hat ein paar Jahre in Madrid gelebt und sich gefreut, seine alte Heimat mal wieder zu besuchen. Für Juliane und Eva war es der erste Besuch in Madrid. Deshalb haben wir in diesen sechs Tagen natürlich ein klassisches Touristenprogramm absolviert. Plaza del Sol, Palacio Real, Plaza Major, Parque del Retiro und noch vieles mehr…

Im Parque del Retiro

Im Parque del Retiro

Puerto de Alcala

Puerto de Alcala

Kilometro Cero am Plaza del Sol

Kilometro Cero am Plaza del Sol

Palacio de Cristal im Parque de Retiro

Palacio de Cristal im Parque de Retiro

Außerdem haben wir Freunde und Familie von Edu getroffen. Highlight war dabei Edus Geburtstag, an dem Juliane ein Überraschungsessen im Kreise seiner liebsten organisiert hat. Auch kulinarisch haben wir unsere letzten Tage in Spanien nochmal genossen, bevor es dann ins reislastige Asien ging. Unser morgendliches Frühstück bestand aus Porras, einem spanischen Fettgebäck. Leeeeecker!

Porras mit Schokolade

Porras mit Schokolade

Porras mit Schokolade

Porras mit Schokolade

Lesetipps zur Vorbereitung und Vorfreude

Im Zuge der Vorbereitungen für unsere Reise habe ich einige interessante und spannende Erfahrungsberichte im World Wide Web gefunden, die ich gerne mit euch teilen will:

Tom’s Blog

Heike und Marcel Klovert haben ihre Elternzeit in Asien verbracht. Kurz nach Weihnachten 2013 sind sie mit ihrem vier Monate altem Sohn Tom nach Thailand aufgebrochen, 20 Monate dauerte die Reise. Ihre Abenteuer unterwegs kann man aus Perspektive des Babys in Toms Blog nachlesen. Außerdem haben Heike und Marcel in Beiträgen auf SPIEGEL Online über die Reisestationen Malaysia und Burma berichtet.

Travelling Tom

Travelling Tom

Wo der Pfeffer wächst

In ihrem Reise- und Foodblog „Wo der Pfeffer wächst“ haben Heiko Meyer und Julia Pilz 15 praktische Tipps und viele schöne Bilder über ihre Elternzeit in Thailand veröffentlicht, eine tolle kurze Übersicht zur Reisevorbereitung.

Wo der Pfeffer wächst

Wo der Pfeffer wächst

Life with Sandy und Benni

Ein unterhaltsamer und informativer Videoblog über die Weltreise von Sandy Benni und ihrem Baby. Die ersten paar Monate ihrer Weltreise reisen die drei durch Südostasien. Man bekommt tolle Einblicke in typische Alltagssituationen des Reisens, erhält Tipps zum Reisen und kann beim schauen der kleinen Filme Vorfreude auf mehr entwickeln 🙂

 

Bali mit Baby

Ein kurzer und knackiger Bericht über die Balireise der Reiss-Aus-family mit ihrem sechs Monate altem Baby. Auch die Kommentare lohnen sich zu lesen. In dem Bericht heißt es: „Unser Appell an alle, die sich mit dem Gedanken tragen, mit ihren Kindern in die Ferne zu reisen: Es lohnt sich!“. Viele Reisetipps zur Balireise mit Baby findet ihr auch im Blog „Bali mit Baby„.

Bali mit Baby

Reisebericht der Reiss-Aus-famiy

Auf nach Andalusien!

Nach zwei Wochen im Norden von Spanien ging es mit dem Zug 900 km weiter südlich nach Andalusien. Zunächst haben wir ein paar Tage in Malaga verbracht. Wir haben bei einem Freund übernachtet und unter anderem mit Freunden von Edus Familie einen Ausflug nach Mijas gemacht. Mijas ist ein wunderschönes kleines Dorf, das besonders fürs Eselreiten bekannt ist.

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Ausblick auf die Küste Andalusiens in Mijas

Im Anschluss waren wir auf einer Hochzeit im schönen Cadiz eingeladen, wo wir auch mehrere Tage geblieben sind. Cadiz ist ein traumhaft süßes Städtchen, welches auf einer Landzunge liegt und eine bezaubernde Altstadt hat.

Am Strand von Cadiz

Am Strand von Cadiz

Spanische Hochzeiten sind toll! Es gibt reichlich Essen und am besten gefällt mir der spanische Jamon. Es ist typisch auf Hochzeiten einen professionellen Jamonschneider zu engagieren. Dieser schafft es, innerhalb von ca. 1,5 Stunden einen ganzen Jamon in hauchdünne Scheiben zu schneiden. Mit diesem Profi habe ich mich natürlich sofort angefreundet 😉

Spanischer Jamon auf einer Hochzeit

Spanischer Jamon auf einer Hochzeit

Die magische Abuela

Unsere erste Station der Reise war San Sebastian im Norden Spaniens nahe der französischen Grenze. Edus Eltern wohnen dort und wir haben der Abuela (spanisch für Großmutter) und dem Abuelo (Großvater) einen Besuch abgestattet. Jeden Tag sind wir am Strand spazieren gegangen und haben uns im Anschluss mit spanischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Eva hat sich sehr wohl gefühlt bei ihren Abuelos. Besonders mit der magischen Abuela konnte Eva gut Siesta machen und sich in ihren Armen entspannen.

Am Strand von San Sebastian

Nach einer guten Woche in San Sebastian sind wir gemeinsam mit den Abuelos nach Huesca gefahren. Huesca ist ein kleines spanisches Städtchen mit ca. 50.000 Einwohnern und liegt in der Region Aragonien. Ursprünglich stammt Edus Familie aus Huesca und wir haben dort jede Menge Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen besucht. Größtes Highlight für Eva war es, dass sie zum ersten Mal alleine gesessen hat. Mama und Papa waren natürlich sehr sehr stolz!

Stolz sitzt Eva zum ersten Mal im Hochstuhl

Stolz sitzt Eva zum ersten Mal im Hochstuhl

Die Abreise nach Spanien

Vollgepackt am Flughafen Berlin-Tegel

Voll bepackt beginnen wir unsere fünfmonatige Reise

Endlich ist es soweit! Fünf Monate Reisen durch Spanien und vor allen Dingen durch Südostasien liegen vor uns, als wir am Flughafen Berlin-Tegel ankommen. Unsere Abreise nach Spanien ist nach vielem Packen, Putzen und Vorbereiten gut gelaufen. Erschöpft, aber voller Vorfreude beginnen wir unsere Reise. Wir sind voll bepackt mit einem großen Backpack, einer großen Reisetasche, zwei kleinen Rucksäcken, einem Buggy, einem Maxi-Cosi und einer kleinen Tasche für Eva. Der dreistündige Flug von Spanien nach Bilbao verlief ohne Probleme. Eva hat während des Fluges geschlafen, mit dem Sitz gespielt und Spaß gehabt. Durch das Stillen während Start und Landung hatte sie keine Ohrenschmerzen und der Druckausgleich ging ohne Probleme. Ein Babybassinet hatten wir für den dreistündigen Flug nicht gebucht. Eva saß einfach auf unserem Schoß.