Stillen und Flaschennahrung in Südostasien

Ach, was habe ich mir vor der Reise anhören müssen! „Als stillende Mutter sollte man nicht nach Südostasien fahren!“ „Dort kannst du mit nicht in der Öffentlichkeit stillen!“ „In muslimischen Ländern kann man nicht außerhalb der eigenen vier Wände stillen!„. Und nach unserer Reise kann ich sagen: alles Quatsch! Ganz im Gegenteil! Stillen war in keinem der von uns besuchten Länder ein Problem, solange dies diskret geschah. Auch in den muslimischen Ländern Indonesien und Malaysia konnte man problemlos Stillen, solange man unauffällig alles bedeckt. Ich war bei weitem nicht in die einzige Mama, die in der Öffentlichkeit gestillt hat. Egal ob mit oder ohne Kopftuch, Muslime oder Christin, stillende Mamas habe ich überall getroffen. Das war praktisch, denn die Muttermilch hat man immer dabei, man muss keine Fläschchen sterilisieren oder sauberes Wasser besorgen.

Mit meinem Stillponcho waren das Baby und Mamas Brust jederzeit gut verdeckt. Gleichzeitig konnte ich den Poncho als Decke fürs Baby oder als Schulterbedeckung bei Tempelbesuchen einsetzen. Ein treuer Dauerbegleiter also, der sich in den verschiedensten Situationen bewährt hat.

Ein klarer Vorteil des Stillen liegt darin, dass das Baby dabei Antikörper durch die Muttermilch übertragen bekommt, die das Kind  vor bestimmten Erkrankungen schützen. Allerdings kann die Mutter dem Kind nur Antikörper gegen die Krankheiten übermitteln, die sie selbst durchlebt hat oder gegen die sie geimpft wurde. Das gilt zwar nicht für alle Krankheiten und ist im Einzelfall sehr unterschiedlich, aber ein gewisser Netzschutz besteht. Kein Antikörperübertritt erfolgt für Lues, Scherichia Coli, einzelne Salmonellosen und Shigellosen, ein sehr geringer Antikörperübertritt ist für Hämophilus, Keuchhusten und Streptokokken zu erwarten. Ein guter Antikörperübertriit erfolgt für Diphterie, Tetanus, Salmonella H, Röteln, Mumps, Polio und Masern.

Auch wer sein Baby mit Flaschennahrung versorgt, kann problemlos Nachschub besorgen. Egal wo wir waren, es gab immer auch in jedem noch so kleinem Ort Milchpulver zu kaufen. Lediglich das desinfizieren der Flaschen stelle ich mir mühselig vor. Dazu kann ich jedoch nicht mehr sagen, da ich damit keine Erfahrung habe.

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