Die acht ultimativen Accessoires für Reise-Eltern

Reisen mit Baby bedeutet, dass man am liebsten mit einem ganzen Haushalt reisen möchte, um den besonderen Baby-Ansprüchen gerecht zu werden und für jede Situation gewappnet zu sein. Wir hatten insgesamt zwei Reisetaschen dabei, wobei eine Tasche allein mit Evas Gepäck gefüllt war. Welche Gegenstände und Accessoires sich dabei als besonders hilfreich herausgestellt haben, möchte ich euch in diesem Beitrag vorstellen.

1. Stoff-Kindersitz

Hochstühle für Babys sind in Südostasien nur selten vorhanden. Babys werden so gut wie immer von Familienmitgliedern oder Restaurantmitarbeitern rumgetragen und verhätschelt. Um sein Kind jedoch trotzdem zwischendurch zum Füttern abzusetzen und sicher zu wissen oder auch um einen vorhandenen Hochstuhl sicherer zu machen, hatten wir den Mobiseat dabei. Dieser hat sich mit als das wertvollste Reiseaccessoires herausgestellt und uns jeden Tag egal wohin begleitet. Dieser mobile Reisesitz aus Stoff kann auf so gut wie jedem Stuhl angebracht werden. Verstaut wird der Sitz in einer kleinen passenden Stofftasche. Einfach genial!

2. Zelt-Reisebett

Ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder ein Bett für sein Baby mitschleppen will und seinen Wurm einfach mit ins Elternbett nimmt. Für uns war das Zelt-Reisebett trotzdem genau das richtige. Auch wenn Eva oft im Laufe der Nacht zu uns ins Bett gekommen ist, war es doch gut, dass sie einen Platz zum Schlafen hatte. So konnte man sie jederzeit sicher ablegen, egal ob zum Nickerchen tagsüber oder nach dem Einschlafen. Meist hätten unsere Unterkünfte auch Beistellbetten gehabt, allerdings war es mir wichtig, dass Eva einen festen Rückzugspunkt hatte, der nur ihr alleine gehört und sie auf der Reise als eine der wenigen Konstanten begleitet. Platzmäßig hat das Zelt ca. 20 Prozent einer Reisetasche eingenommen und wiegt 2,2 Kilo. Auch praktisch war der integrierte sichere Moskito- und Insektenschutz in dem Bett, falls sich doch mal eine Mücke ins Zimmer verirrt hatte.

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3. Stillponcho

Hungrige Babys wollen ihre Nahrung hier und sofort, egal ob es gerade ins Umfeld passt oder nicht. Stillen war in keinem der von uns besuchten Länder ein Problem, solange dies diskret geschah. Auch in den muslimischen Ländern Indonesien und Malaysia konnte man problemlos Stillen, solange man unauffällig alles bedeckt. Ich war bei weitem nicht in die einzige Mama, die in der Öffentlichkeit gestillt hat. Egal ob mit oder ohne Kopftuch, Muslime oder Christin, stillende Mamas habe ich überall getroffen.
Mit meinem Stillponcho waren das Baby und Mamas Brust jederzeit gut verdeckt. Gleichzeitig konnte ich den Poncho als Decke fürs Baby oder als Schulterbedeckung bei Tempelbesuchen einsetzen. Ein treuer Dauerbegleiter also, der sich in den verschiedensten Situationen bewährt hat.

4. Anti-Moskito-Sticker

Um Eva vor Mückenstichen zu schützen haben wir sie in lange, dünne und helle Kleidung gekleidet. Babys dürfen noch nicht mit DEET oder anderen Anti-Moskitogiften eingesprüht werden. Als Alternative findet man in Südostasien Zitronella-Sticker, die auf die Kleidung des Babys geklebt werden. Sofort nach unserer Ankunft haben wir uns damit eingedeckt und die Anti-Moskito-Sticker immer dabei gehabt. In Indonesien, Kambodscha und Vietnam habe ich nicht darauf geachtet, aber zumindest in Malaysia und Thailand kann man die Sticker für kleines Geld in jedem 7-eleven, Supermarkt oder in der Apotheke erwerben.

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Anti-Moskitosticker für Babys mit Zitronella

 

5. Babyphone

Evas innere Uhr hat um 19 Uhr auf Schlafmodus gewechselt, so dass wir ab spätestens 19:30 Uhr den Abend zur „freien Verfügung“ hatten. Um den Abend für uns Eltern noch angenehm zu gestalten, hatten wir optimaler Weise eine Unterkunft mit gutem, bezahlbaren Restaurant in Babyphone-Reichweite gefunden. Man hat dann das Gefühl, dem Baby-Alltag etwas entkommen zu können, wenn man den Abend nicht mit seinem schlafenden Baby im Hotelzimmer verbringt. Kleiner Tipp: Dach-Bars gehen schlecht mit Babyphone. Besser ist es, wenn sowohl Zimmer als auch Restaurant auf einer Ebene liegen.

6. Leselampe

Trotz sorgfältigster Hotelauswahl verbringt man dennoch unzählige Abende gemeinsam mit seinem schlafenden Baby im Hotelzimmer. Dabei findet man nur selten ein Zimmer, das über eine gute Leselampe verfügt. Die Deckenlampe will man aber auch nicht eingeschaltet lassen, um das schlafenden Baby nicht all zu sehr im Schlaf zu stören. Deshalb waren wir mehr als froh darüber, zwei Leselampen dabeigehabt zu haben. Die Lampen waren häufig im Einsatz – sei es zum Lesen, Tastatur-Erleuchten oder als Taschenlampe.

7. Kopfhörer-Splitter

Ein weiteres hilfreiches Accessoire zum abendlichen Eltern-Entertainment ist der Kopfhörer-Splitter. Mit Hilfe des Splitters können zwei oder mehr Kopfhörer an den Laptop angeschlossen werden und man kann abends noch gemeinsam einen Film schauen.

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8. Tragehilfe

Egal ob man in Angkor-Wat Tempel erkunden will, eine Einschlafhilfe braucht oder sein Baby sicher im Tuk Tuk wissen will – ohne unsere Tragehilfe wäre diese Reise durch Südostasien nicht möglich gewesen. Auch wenn das Tragen mit der Zeit anstrengend ist und auf den Rücken geht, so war unsere Tragehilfe trotzdem fast täglich im Einsatz. Wir persönlich hatten uns für den Bondolino entschieden, der ohne Probleme von meinem Mann und mir angelegt werden kann ohne die Schnallen jedes Mal wieder umstellen zu müssen. Außerdem ist es möglich, das Baby sowohl vorne als auch hinten zu tragen.

Ein weiterer Vorteil des Bondolinos ist, dass dieser in zwei Varianten angeboten wird – bestehend aus dickem, schweren oder aus leichtem, dünnen Stoff. So oder so wird es aber eine schwitzige Angelegenheit für beide Seiten, sein Baby durch Südostasien zu tragen. Wir haben Eva stets mit Wasser bespritzt und abgekühlt, sie regelmäßig aus der Tragehilfe herausgenommen und Pausen in klimatisierten Gebäuden gemacht.

Das sind meine ultimativen Accessoires für eine entspannte Reise mit eurem Baby. Was für Erfahrungen und Tipps haben die erfahrenen Reise-Eltern unter euch zu diesem Thema? Teilt eure Ideen, Meinungen und Fragen gerne in den Kommentaren.

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